In Kolumbien findet vom 24. bis 29. April die erste Konferenz zum Ausstieg aus den Fossilen Energieträgern statt. „Transitioning Away from Fossil Fuels“, kurz #TAFF, ist das erklärte Ziel der über 60 Staaten, die noch bis morgen für eine Welt ohne Kohle, Gas und Öl zusammenkommen.
Während die Klimakrise immer bedrohlichere Ausmaße annimmt, müssen wir den weltweiten Siegeszug der Erneuerbaren beschleunigen – auch für den Geldbeutel, denn Erneuerbare sind billig und machen uns unabhängig von Kriegen und Krisen.
Taff zu sein gilt dabei auch im Umgang mit der fossilen Lobby. Viel zu lange wurde zugesehen, wie die Mineralölkonzerne enorme Profite auf Kosten unseres Klimas machen und die Energiewende unterminieren. In Deutschland lässt sich Wirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Politik von der Gas- und Kohlelobby diktieren. Auf der Konferenz in Santa Marta dagegen sind Lobbyisten von Shell und Co. explizit nicht erwünscht!
Das sollte sich auch die Bundesregierung zum Vorbild nehmen. Doch stattdessen bremst sie den Ausbau der Erneuerbaren und verteilt Geschenke an die Mineralölkonzerne. Was es jetzt braucht, ist taffe Politik gegenüber der fossilen Lobby, eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne, die Umlenkung fossiler Subventionen, den konsequente Ausbau der Erneuerbaren und globale Solidarität mit den am meisten vom Klimawandel bedrohten Menschen.
Foto: Stefan Kaminski