Heute startet der Pride Month! An unsere wunderbare queere Community, die ganze Regenbogenfamilie: wir sehen euch, wir stehen hinter euch, wir werden als Grüne Bundestagsfraktion weiter mit euch und für euch kämpfen, solange bis jeder Mensch selbstbestimmt, frei und in Sicherheit leben und lieben kann.
Pride hat seinen Ursprung in Wut, in Widerstand, in dem unbändigen Willen: Wir lassen uns nicht wegdrängen. Was vor über fünfzig Jahren in New York auf der Straße begann, ist heute so aktuell wie damals, weil queerfeindliche Gewalt zunimmt, weil Rechtsextreme CSDs bedrohen und angreifen und weil Menschen wegen Queer- und Transfeindlichkeit in Angst leben. Das macht mich wütend, es macht mich traurig und es macht mich entschlossen. Sichtbarkeit darf kein Luxus sein, sie sollte selbstverständlich sein. Wer jetzt meint, der Moment sei gekommen, die Regenbogenflagge zu senken oder Debatten über vermeintliche Neutralität zu führen, der versteht nicht, was auf dem Spiel steht. Oder er versteht es ganz genau.
Deshalb fordern wir:
CSDs müssen konsequent geschützt werden. Queerfeindliche Straftaten müssen ohne Wenn und Aber verfolgt werden. Die Diskriminierung von Regenbogenfamilien im Abstammungs- und Familienrecht muss endlich beendet und ihre Lebensrealität anerkannt werden. Und queere Menschen brauchen endlich vollständige rechtliche Gleichstellung mit einer Ergänzung von Art. 3 GG, die den Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität explizit verankert.
Das ist nicht zu viel verlangt, das ist das Minimum. Keine Rolle rückwärts bei Menschenrechten. Keine Kompromisse bei Würde und Sichtbarkeit.
Stay loud and stay proud!