Was für eine überwältigende, bewegende Nachricht nach so vielen Jahren der Dunkelheit.
Mascha, eine der mutigsten Stimmen der belarusischen Demokratiebewegung, ist endlich aus der grausamen Haft des Lukaschenko-Regimes entlassen worden – gemeinsam mit 122 weiteren politischen Gefangenen.
Nach viereinhalb Jahren unmenschlicher Isolation, nach Willkür, Gewalt und dem Versuch, ihre unglaubliche Stärke zu brechen, ist diese Freilassung ein Moment des Aufatmens und des Glücks. Ein Moment, der zeigt: Mut, Solidarität und internationaler Druck wirken.
Als politische Patin habe ich Maschas Schicksal all die Jahre eng begleitet – mit Wut über das Unrecht, mit großer Sorge um ihre Gesundheit und mit tiefem Respekt vor ihrer unerschütterlichen Stärke. Mascha hat nie aufgehört, für ein freies, demokratisches Belarus einzustehen. Sie hat Lukaschenko nie ihre Angst geschenkt – und genau deshalb fürchtete der Diktator ihre Stimme so sehr.
Heute sind meine Gedanken und mein ganzes Herz bei Mascha, bei allen 122 freigelassenen und den noch inhaftierten politischen Gefangenen sowie ihren Familien.
Diese wunderbaren Nachrichten sind auch ein Auftrag: nicht nachzulassen, bis alle politischen Gefangenen frei sind.
Bild: CC-BY 3.0 Babruisknews