Am #IDAHOBIT und jeden Tag müssen wir mit aller Kraft gegen Queerfeindlichkeit eintreten. Denn die Zahlen sind erschütternd: Für 2025 zählt die Kriminalstatistik in Deutschland über 2.000 politisch motivierte Straftaten gegen queere Menschen, von Beleidigungen und Bedrohungen bis hin zu schwerer Körperverletzung. Die tatsächliche Zahl dürfte noch weit höher liegen.
Queere Menschen verdienen gleiche Rechte und ein Leben in Sicherheit, Selbstbestimmung und Freiheit. Es ist daher höchste Zeit, dass wir LSBTIQ* besser schützen und endlich Artikel 3 ergänzen, statt den Rollback politisch hinzunehmen oder gar mit queerfeindlicher Rhetorik weiter zu befeuern.
Doch was tut die Bundesregierung? Sie beendet den Aktionsplan „Queer Leben“, spricht Genderverbote aus, wo es nie Gendergebote gab, und stellt das Selbstbestimmungsgesetz immer wieder in Frage. Im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ kürzt sie lebenswichtige Projekte, die queere Menschen schützen, ihre Teilhabe stärken und Diskriminierung bekämpfen. Dazu kommen massive Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit, die unsere internationalen zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen finanziell aushöhlen und LSBTIQ* besonders hart treffen – und das, während gleichgeschlechtliche Liebe in mindestens sieben Ländern immer noch mit dem Tod bestraft wird und Trump die sogenannte „Global Gag Rule“ wieder in Kraft gesetzt hat, womit Organisationen bestraft werden, die queere und reproduktive Rechte stärken. Statt international Verantwortung zu übernehmen, zieht sich die Bundesregierung zurück. Das ist beschämend und fatal falsch.
Gemeinsam bleiben wir deshalb laut und beharrlich, solange bis jeder Mensch selbstbestimmt und in Sicherheit leben und lieben kann. Queer rights are human rights!
📸: Nils Leon Brauer