Heute vor 81 Jahren, in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944, wurden im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau die letzten 4.300 dort inhaftierten Sinti und Roma ermordet. Frauen, Männer, Kinder. Insgesamt fielen bis zu einer halben Million Sinti und Roma dem nationalsozialistischen Völkermord zum Opfer: durch Massenmorde, Hunger, Zwangsarbeit, Krankheiten und Deportationen.
Die Diskriminierung begann lange vor 1933 und hörte auch nach 1945 nicht auf. Antiziganistische Vorurteile sind bis heute tief verwurzelt. Sinti und Roma werden noch immer benachteiligt und in vielen Lebensbereichen ausgegrenzt.
Das Erinnern an den Völkermord ist ein Auftrag für heute und morgen. Für eine Gesellschaft, in der Sinti und Roma gleichberechtigt leben können, mit fairem Zugang zu Bildung, Arbeit, Wohnraum und Gesundheitsversorgung.
Aus der Verantwortung unserer Geschichte erwächst die Pflicht, Antiziganismus, Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit entschieden zu bekämpfen. Wer Menschen entmenschlicht und ausgrenzt, greift das Fundament unserer Demokratie an. Dem müssen wir entschlossen entgegentreten – jeden Tag!
Bild: Team Roth (Gedenken zum europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, 2024)