Im Iran gehen tausende mutige Menschen für ihre Freiheit auf die Straße. Trotz brutaler Repression, trotz tödlicher Gewalt, trotz Verhaftungen, Folter und Einschüchterung. Das Regime geht mit äußerster Brutalität gegen diese Proteste vor, tötet Demonstrierende, verletzt und verhaftet Hunderte, auch Jugendliche und Kinder – nur weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung einfordern, weil sie ein Leben in Würde wollen, ohne Angst, ohne Armut. Und dennoch geben diese Menschen nicht auf. Sie rufen Worte, die um die Welt gegangen sind: „Jin, Jiyan, Azadî – Frauen, Leben, Freiheit.“ und „Nieder mit der Diktatur“.
Dieser Ruf ist ein Ruf nach Würde, nach Selbstbestimmung, nach einem Leben ohne Angst. Er ist zutiefst feministisch, zutiefst demokratisch und zutiefst menschlich. Und er geht uns alle an. Denn der Kampf für Frauenrechte, für Freiheit und für Menschenwürde kennt keine Grenzen. Wer heute im Iran für Freiheit kämpft, verteidigt Werte, von denen auch unsere Demokratie lebt. Solidarität ist hier kein Lippenbekenntnis. Solidarität ist Verpflichtung.
Vergesst sie nicht, vergessen tötet.