Dankbar für einen intensiven Austausch gestern beim Fachgespräch „Koloniales Unrecht und Wiedergutmachung“ der Grünen Bundestagsfraktion.
Ein herausforderndes Thema und zugleich so viele kluge, engagierte Kolleg*innen und Akteur*innen, die sich dieser Verantwortung stellen. Genau solche Räume braucht es.
Es tat gut, viele Engagierte aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen in diesem Rahmen persönlich wieder zu treffen und die Debatte mit euch weiterzudenken.
Herzlichen Dank an Awet Tesfaiesus für die Initiative und inhaltliche Gestaltung sowie an Debbie Düring für die außenpolitische Perspektive und an alle Panelist*innen und Teilnehmenden für ihre wichtigen Beiträge.
In meiner kurzen politischen Einordnung war mir eine Sache besonders wichtig: Koloniales Unrecht lässt sich nicht einfach „wiedergutmachen“. Aber wir können Verantwortung übernehmen. Durch Anerkennung, durch konkrete Schritte und durch verbindliche Strukturen.
Die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte ist keine lästige Pflichtübung und kein moralischer Luxus. Sie ist Voraussetzung für eine lebendige Demokratie. Denn demokratische Gesellschaften bleiben nur dann stark und glaubwürdig, wenn sie sich ihrer eigenen Geschichte stellen – in all ihrer Ambivalenz und Brutalität.
Ich hoffe sehr, dass dieses Fachgespräch erst der Anfang war.
Foto: Stefan Kaminski