Letzte Woche war ich auf der Biennale in Venedig und bin davon noch ganz erfüllt. Was für eine Ausstellung. Was für eine Stadt.
Der deutsche Pavillon hat mich wirklich stolz gemacht: Er fokussiert sich nicht auf die schwierige Geschichte des Gebäudes, sondern verwandelt es in einen Plattenbau und zeigt Kunst auch aus ostdeutscher Perspektive. Japan hat mich mit seiner Ausstellung zum Leben eines alleinerziehenden Vaters zum Lachen und Staunen gebracht und Brasilien hat mich tief berührt mit seiner ehrlichen Auseinandersetzung mit Sklaverei und kolonialem Unrecht.
Sehr eindrücklich war auch der Pavillon der Ukraine mit einem Hirsch aus Beton, im Origami-Stil aus Beton gefertigt, gerettet aus Donezk. Eine Stadt, die heute zerstört ist. Dieses Kunstwerk hat mir noch einmal vor Augen geführt, was dieser Angriffskrieg bedeutet: Er zerstört Kultur, Identität und Erinnerung.
Der Besuch der Biennale lohnt sich immer. In den Giardini, in der ganzen Stadt, überall.