Letzte Woche war ich in Istanbul beim Treffen der Interparlamentarischen Union (IPU), der weltweiten Organisation nationaler Parlamente, in der gewählte Vertreter*innen aus aller Welt zusammenkommen, um gemeinsam für Frieden, Demokratie und Menschenrechte einzustehen. In meiner Rede war es mir wichtig, an das zu erinnern, was uns eint. Die Menschenwürde ist unantastbar und diese Würde gehört allen Menschen, überall, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Glauben, Identität oder wen sie lieben.
Das ist unser Fundament. Das ist, was uns verbindet. Doch heute wird genau diese Würde mit Füßen getreten: Zivilist*innen werden gezielt angegriffen, Leid wird ignoriert oder gar toleriert, das Völkerrecht gebrochen und diese Brüche werden hingenommen. Was wir heute in der Ukraine, im Libanon, im Sudan und an so vielen anderen Orten erleben, ist keine bloße Krise. Es ist Verwüstung. Hunger. Vertreibung. Unvorstellbare Gewalt. Zerstörte Leben, zerrissene Familien, Kinder, deren Zukunft gestohlen wird.
Deshalb müssen wir das Völkerrecht stärken. Wir müssen entschieden für die Vereinten Nationen eintreten, statt sie anzugreifen und finanziell auszuhöhlen. Wir müssen die Menschenrechte verteidigen. Wir müssen Verantwortung übernehmen für unsere Mitmenschen, für die unteilbare Menschenwürde und für unseren Planeten. Lasst uns zusammen das verteidigen, was uns verbindet – damit diese Welt nicht auseinanderbricht, sondern eine gemeinsame Zukunft hat.